Heute zeige ich euch mein Arbeitszimmer, obwohl ich ironischerweise momentan quasi gar nicht arbeiten kann. Mir ist vor genau zwei Tagen klar geworden, dass wir Menschen ohne Internet absolut nicht mehr existieren können. Ich kann es zumindest nicht. Der Haussegen hängt plötzlich schief. Das ist passiert:

Ich habe den Anbieter gewechselt und erfahren, dass ich zwei Wochen kein Internet-Anschluss haben werde, weil kein früherer Termin für den Techniker frei war. Und am 2. Januar wurde mein alter Anschluss gekappt. Ich sollte für den Übergang einen Internet-Stick zugeschickt bekommen, auf den ich immer noch warte.

Doch schon am ersten Tag meines kalten Internet-Entzugs musste ich doch unbedingt in dieses Internet. Also benutzte ich mein Smartphone als Router. Tolle Sache! Aber am nächsten Tag fand ich das gar nicht mehr so toll. Ich hatte mein ganzes Datenvolumen aufgebraucht und surfe jetzt mit einer Geschwindigkeit, die an ein 56KB-Modem erinnert – die ältere Generation weiß, wovon ich spreche. An alle DSL-Kinder da draußen: Das Internet war nicht immer so schnell!

Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer

Aber halt, nachdem ich mein Smartphone allerhöchstens noch als Pfannenwender benutzen kann, fällt meinem Liebsten doch glatt wieder ein, dass er doch so einen Internet-Stick besitzt. Aaaaaahhhhhhh, möchte ich schreien und tue es. Wieso konnte es ihm nicht etwas früher einfallen? Nach einer ausgiebigen Diskussion darüber kontert er hart.

Ich sei doch immer über W-LAN im Internet und verbrauche deswegen mein Datenvolumen kaum. Es sei allein meinem übermäßigen Smartphone-Gebrauch zuzuschreiben, dass ich am dritten Tag des neuen Monats gedrosselt werde. Ich würde jetzt gerne jemanden erdrosseln, denke ich und gehe lesen. Offline zu sein hat manchmal auch Vorzüge.

 

Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer
Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer

Copper Pieces

Tisch- und Hängelampe: Ikea

Gehämmerte Vasen: Wohngeschwister

Schüssel und Teelichthalter: H&M Home

Kissenbezüge: H&M Home

Schüssel und gehämmerte Schale: H&M Home

Wecker: Depot

Kleine Vase: Nanu Nana

Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer
Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer

Leben in Zeitlupe

 

Gestern Abend bekam ich dann endlich den Stick von meinem Liebsten ausgehändigt. Ich installierte ihn erwartungsvoll, um dann festzustellen, dass ich zwar im Internet bin, er aber meinen PC komplett lahmlegt. Mein Mauszeiger erstarrt für immer und geht mir auf den Zeiger. Warum ich, denke ich und werfe die Maus mit Schwung auf den Tisch.

Ich greife im Eifer des Gefechts zum Handy, will mich mit einer Social Media-Session trösten als mir wieder einfällt, dass dort Zeitlupenmodus herrscht. Ich würge einen Schrei herunter, unterdrücke den Impuls, mein Handy gegen die Wand zu werfen, verlasse mein Arbeitszimmer und gehe lesen.

Neuer Versuch. Heute habe ich den Stick an meinen Laptop angeschlossen. Mein Laptop ist nun noch langsamer als je zuvor, aber ich bin im Internet und ich kann arbeiten. Halleluja!

 

Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer

Kupfer macht das Arbeitszimmer edler

 

Und so kann ich euch heute mein Arbeitszimmer präsentieren. Ich habe es vor eineinhalb Jahren mit einem ganz kleinen Budget eingerichtet. Vor zwei Jahren ist nämlich mein Mitbewohner ausgezogen und ich hatte plötzlich ein riesiges Zimmer frei. Damals war der Kupfertrend gerade erst aufgelebt und ich hatte Mühe, Dekoteile in Kupfer zu finden, die mir gefielen.

Ich habe mich damals für dunkle Farben für die Möbel entschieden, weil sie zusammen mit den kupferfarbenen Akzenten das Zimmer sehr edel aussehen lassen. Die Wandfarbe, die anders als auf den Fotos in Wirklichkeit petrolfarben ist, sollte ebenfalls dunkel sein, damit der Kontrast zum Regal nicht zu groß ist. Auf der anderen Seite habe ich eine Tapete angebracht, in der sich die Farben der Wand und der Möbel wiederfinden. Das war ein echter Glücksgriff.

 

Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer
Einrichten mit Kupfer: Arbeitszimmer

Als eingefleischter Charlie Chaplin-Fan habe ich mich am meisten darüber gefreut, dass ich einen Leinwanddruck von ihm, um den ich schon lange bei Ikea herumgeschlichen bin, endlich kaufen und aufhängen konnte. Für eines war ich nur bisher zu faul. Ich will schon seit einem Jahr meine Vorhangsstange kupferfarben lackieren und endlich meine schönen, luftigen, weißen Vorhänge aufhängen.

Mittlerweile habe ich, wie ihr wisst, ja noch mein Wohnzimmer als neues Einrichtungsprojekt. Und kurz vor Weihnachten habe ich wieder angefangen in meinem Flur herumzuwerkeln. Dort wollte ich schon lange mal Stuckleisten anbringen, was ich endlich gemacht habe. Jetzt muss ich noch streichen. Mein Schlafzimmer könnte auch mal wieder eine Veränderung gebrauchen. Hach, ihr seht, es wird noch viel zu berichten geben aus meinen vier Wänden.

Seid ihr auch solche Einrichtungsfans oder kann man euch mit dem Wunsch, mal wieder zu Ikea zu fahren, jagen?

 

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