Ich habe ein Problem. Ein Problem, dessen Ursache gemeinhin als Schweinehund bezeichnet wird. Seit den Feiertagen habe ich mir einen schrecklichen Rhythmus angewöhnt. Ich gehe spät schlafen und komme morgens natürlich nicht mehr richtig hoch.

Mit Sport habe ich auch immer noch nicht wieder angefangen. Dabei hat es über die Feiertage so vielversprechend begonnen, als ich mich zum Laufen aufraffte. Und nun… nun ist mein Alltag völlig durcheinander und ich komm gar nicht mehr drauf klar.

Der viel gefürchtete Schweinehund, von dem alle immer reden und schreiben, ist einfach bei mir eingezogen. Einfach so. Und er hat wohl nicht vor, schnell wieder zu gehen. Warum nicht? Was willst du von mir, lieber Schweinehund? Ich habe dir doch nichts getan. Doch der Schweinehund schert sich nicht um moralische Kategorien. Er macht, was ihm passt und mit wem es ihm passt.

 

Ist der Schweinehund erstmal da…

Also sitze ich hier und frage mich, was ich gegen ihn ausrichten kann. Und das ist wohl das Hauptproblem. Ich sitze da und denke über ihn nach, statt ihn einfach zum Teufel zu jagen. Aber es ist wohl kein Zufall, dass sich Schweinehunde Menschen suchen, die selbständig sind, die leicht aus dem Konzept zu bringen sind. Ich bin also aus dem Konzept. Plötzlich ist meine komplette Tagesstruktur flöten gegangen und ich fühle mich wie ein verirrtes Reh im Wald.

Also bin ich sauer. Dass er es geschafft hat. Ich bin richtig wütend, dass er mich von vielen Dingen, die gemacht werden müssen, abhält. Dass er mich zum Sitzen und Nachdenken verdonnert, mich an meinen Stuhl fesselt. Ich will mich befreien und das ist schon wieder ein Problem, weil mein Wille keine funktionierende Schaltung zu meinen Muskelzellen mehr hat und deswegen keine Signale an meinen Bewegungsapparat senden kann.

Pieces

Mantel: Zara

Blazer: alt

Bluse: alt

Tasche: Zara

Ich bin fuchsteufelswild, dass der Schweinehund da ist und nicht gehen will. Ich habe mir überlegt für eine Woche zu Frühaufsteher-Freunden zu ziehen und eine kleine strukturverbessernde Kur zu machen. Weg vom Schweinehund. Eine Art Therapie oder Selbstverteidigungskurs gegen ihn.

Doch während ich das schreibe werde ich immer wütender. Mich beschleicht die Ahnung, dass sich der Schweinehund einfach in meinen Koffer schmuggeln und mitkommen wird, um mich weiter terrorisieren zu können. Das darf nicht passieren! Ich bin so wütend. Weil ich weiß, dass der Schweinehund in Wirklichkeit ich bin, dass er gar nicht existiert.

 

Strukturiertes Arbeiten – jetzt!

Oh Mann, so sollte das Jahr wahrlich nicht beginnen. Aber was soll’s?! Alles Negative hat auch eine positive Seite, sagt meine Mutter immer sinngemäß. Und deswegen höre ich jetzt auf, wütend zu sein und über Schweinehunde nachzudenken, stehe auf und komme in die Gänge. Denn das Leben wartet nicht auf mich. Um mir dabei auf die Sprünge zu helfen, probiere ich nun die Tipps für organisiertes Arbeiten von Who is Mocca? aus. Die klingen nämlich sehr hilfreich.

Habt ihr manchmal auch solche Zeitmanagement-Probleme? Und wenn ja, was tut ihr dagegen?

Mein heutiger Look ist übrigens von verschiedenen Trends der Saison inspiriert. Der Samtblazer im Zirkusjacken-Stil (ca. zehn Jahre alt, Mode wiederholt sich) vereint gleich zwei aktuell beliebte Trends. Dazu kombiniere ich eine Boyfriend-Hose und einen Mantel samt Tasche mit Patches – ein anderer aktueller Trend. Trotz des eher festlich anmutenden Blazers ist der Look durch die anderen Teile richtig lässig und dadurch sehr alltagstauglich – so wie ich es am liebsten mag.

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