Romantische Reisen stehen hoch im Kurs – ob als Flitterwochen nach der Hochzeit oder zum amourösen Jubiläum. Wir hatten im Mai selbst unseren zehnten Jahrestag und wollten diesen auf jeden Fall mit unserem Urlaub verbinden. Entschieden haben wir uns schließlich für einen Honeymoon in Griechenland. Dass wir in der Nebensaison jubilieren, ist ein glücklicher Zufall, denn dann ist es nicht so heiß und weder Hotels noch Sehenswürdigkeiten sind überlaufen.

Da wir möglichst viel sehen wollten, haben wir uns entschlossen, einen romantischen Roadtrip durchs Festland zu unternehmen. Unsere Route hat uns von Thessaloniki im Norden über die Halbinsel Peloponnes im Süden bis in die Hauptstadt Athen geführt. Diese abwechslungsreiche Tour bietet auf der einen Seite die attraktivsten Sehenswürdigkeiten und auf der anderen Seite genug tolle Orte zum Entspannen und Flittern. Plant in jedem Fall drei Wochen dafür ein, um nicht in Urlaubs-Stress zu geraten. Bei unserer Planung haben wir unterschiedliche Unterkünfte ausprobiert, um die ganze Bandbreite an Vorlieben abzudecken.

Im Vorfeld unserer Reise hatten wir uns für diesen besonderen Anlass Ringe selbst geschmiedet, um sie uns an unserem Jahrestag feierlich anzustecken. Klickt einfach auf den Link, wenn ihr mehr darüber wissen möchtet.

Thessaloniki – Eine Hafenstadt mit Charakter

Unsere erste Station war also Thessaloniki, eine mir sehr sympathische Stadt am Thermaischen Golf der Nordwestägäis. In der zweitgrößten Stadt Griechenlands gibt es viele heruntergekommene Ecken, die Krise hat sich hie und da abgezeichnet. Überall in der Stadt ragen zudem antike Ruinen aus dem Boden, die – wie die vielen Bauwerke aus verschiedensten Epochen – nur noch erahnen lassen, welche Bedeutung die Stadt schon in den vergangenen 2000 Jahren gehabt haben muss. Der Hafen ist wiederum herausgeputzt, lockt im Ladadika-Viertel mit vielen Bars und Restaurants und seinem maritimen Flair zum Verweilen ein und hat mit seinem Wahrzeichen, dem Weißen Turm, einen beliebten Anlaufpunkt für Touristen. Das heutige Museum und Baudenkmal war im Mittelalter Teil der Befestigungsanlage des Hafens. Wer auf Museen steht, kommt in Thessaloniki auf jeden Fall nicht zu kurz. Aber das gilt im Grunde für ganz Griechenland.

Mir gefällt diese Mischung aus maroden Gebäuden, antiken Stätten und pittoresken Fleckchen, die im Grunde nur zeigt, dass die Stadt lebt und durch alle Epochen hinweg ständig geformt wird. Das macht sie in meinen Augen so authentisch. Santorini und Co. mögen schön sein, aber auch in gewisser Weise steril. Hier aber zeigt sich Griechenland von seiner wahrhaftigsten Seite, ähnlich ist es auch in Athen. Aber dazu später mehr. Von der Oberstadt aus hat man übrigens einen schönen Blick über Thessaloniki. Die Stadt ist zudem der perfekte Ausgangspunkt für einen Abstecher auf die Halbinsel Chalkidiki, wo wir natürlich auch waren.

Urlaub für Verliebte: Honeymoon in Griechenland

Chalkidiki – die drei Landzungen

Chalkidiki ist schnell mit dem Auto von Thessaloniki aus erreichbar. Das macht die Halbinsel mit ihren drei Landzungen Kassandra, Sithonia und Athos so beliebt bei Touristen. Für die sind aber nur die ersten beiden “Finger” interessant, da Athos eine autonome Mönchsrepublik und der Zutritt für Frauen komplett untersagt und für männliche Ausländer zumindest sehr begrenzt ist. Den Zutritt zu regulieren, ist ja okay, aber Frauen dies aufgrund ihres Geschlechts grundsätzlich zu untersagen, finde ich so gar nicht zeitgemäß. Ähnliche Sitten kenne ich bereits aus Myanmar. Auf Athos wird das Verbot zumindest immer wieder mal von Frauen gebrochen.

Key Fact: Das Festland hat zwar lange Küstengebiete, doch Sandstrände sind eher die Ausnahme

Wir haben uns jedenfalls für einen Aufenthalt im Norden von Kassandra an der Westküste entschieden, weil es dort schöne Strände gibt und es ein strategisch guter Punkt für unsere Weiterreise war. An der Ostküste gibt es ansonsten ebenfalls tolle Sandstrände. Das Resort, wo wir untergekommen sind, hatte sogar einen kleinen Privatstrand. Auf der Nachbarinsel Sithonia findet man entlang der Westküste auch einige Buchten mit Sandstränden. Unser Ausflug hat uns allerdings ganz bis in den Süden zu dem kleinen Ort Kalamitsi geführt, wo wir nicht nur mit einer menschenleeren Beach mit türkisfarbenem Wasser, sondern unterwegs auch mit einer der schönsten Landschaften belohnt wurden. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein. Denn das Festland hat einige atemberaubende Landschaften. Und so begann unser Honeymoon in Griechenland nach unserem Städtetrip schon mal ziemlich romantico. Die schönsten Strände stelle ich übrigens weiter unten vor.

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Simantro Beach Hotel – perfekt für Club-Fans

Nun kommen wir aber zu unserer Unterkunft auf Kassandra. Das erste Hotel, das ich euch hier vorstellen möchte, ist eigentlich eine große Hotelanlage mit Club-Charakter. Ziemlich abgeschieden liegt das Simantro Beach Hotel direkt an einem kleinen Sandstrand umgeben von Wäldern. Für All-Inclusive-Liebhaber ist das hier genau das Richtige. So kann man es sich ohne Organisationsstress einfach richtig gut gehen lassen.

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Denn für alles ist gesorgt. Es gibt zwei große Pools, zwei Restaurants, ein Bistro, mehrere Bars, einen Minimarkt, einen großen Parkplatz, morgendliche Sportkurse am Strand, Wassersportgeräte, Sonnenliegen und Schirme und auch ein Abendprogramm. Nicht zu vergessen und ganz wichtig für Paare im Flitterwochen-Modus ist der Spa-Bereich.

Alle Wohnhäuser sind zudem mit schön angelegten Vorgärten ausgestattet. Überhaupt ist die Anlage sehr grün und flach bebaut, sodass sie gar nicht den Eindruck eines großen Clubs macht. Unser Zimmer lag im hinteren Bereich des Club-Geländes, wo es sehr ruhig war, und hatte einen Balkon mit Blick auf den Pool. Es war zudem sehr sauber und komfortabel.

Was von außen schon toll aussieht, ist es auch von Innen. Das Essen (finde ich persönlich mit am wichtigsten) war super lecker und bot viele typisch griechische Gerichte. Morgens und Abends haben wir im Hauptrestaurant das üppige und abwechslungsreiche Büffet in Anspruch genommen. Der Service war zudem herausragend. Fazit: Daumen hoch für dieses Hotel.

Infos zum Hotel

GHotels – Simantro Beach Hotel

Website: www.simantrobeach.gr

E-Mail: info@simantrobeach.gr

Tel.: +30 23740 31302, +30 2374 031721

Metéora – ein Klosterkomplex in luftiger Höhe

Nachdem wir uns einige Tage auf Chalkidiki von unserer Anreise und dem Städtetrip in Thessaloniki richtig schön erholt hatten, stand uns eine lange Autofahrt mit einigen Sehenswürdigen bevor. Denn wir wollten am nächsten Tag (unser Jahrestag) auf jeden Fall schon auf der Halbinsel Peloponnes im Süden Griechenlands sein, da wir auf unserem romantischen Roadtrip noch einiges in der Gegend vorhatten. Also fuhren wir früh morgens mit einem Abstecher zu den Tropfsteinhöhlen von Petralona auf Chalkidiki direkt weiter zu den Metéora-Klöstern.

Nach dreieinhalb Stunden erreichten wir schließlich diesen besonderen Ort, der in jedem Fall einen Besuch wert ist. Wenn man die Zeit hat, sollte man sogar eine Übernachtung einplanen. Es ist wirklich unwahrscheinlich paradiesisch dort und in meinen Augen ideal für einen Honeymoon in Griechenland. Das Besondere an diesem Klosterkomplex bestehend aus 24 Abteien ist seine Lage. Vor 600 Jahren begann die dort lebende Klostergemeinschaft mit dem Bau der Gebäude auf den dunkelgrauen, sich senkrecht aus dem Boden erhebenden Felstürmen, die bis zu 300 Meter hoch sind. Das kann man sich kaum vorstellen und doch stehen sie bis heute dort und einige sind sogar noch bewohnt. Über eine Straße sind sie heute auch für Besucher erreichbar. Wir waren etwas traurig als wir wieder abfahren mussten, denn für diese Sehenswürdigkeit hätten wir uns viel mehr Zeit nehmen sollen.

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Skafidia – ein ruhiges Dorf mit guter Ausgangslage

Spät Abends vor unserem Jahrestag trafen wir in dem kleinen Örtchen Skafidia an der Westküste von Peloponnes ein, das ohne Navi (kleiner Tipp am Rande) kaum zu finden ist. Das Dorf liegt direkt am Ionischen Meer und im Nachbarort, aber fußläufig zu erreichen, befindet sich ein Sandstrand. Skafidia selbst hat darüber hinaus nicht viel zu bieten, hatte für uns aber eine super Lage für Ausflüge in die Umgebung und für unsere Weiterreise. Nicht weit davon befinden sich der beliebte Badeort Loutra Killinis, das antike Stadion von Olympia und auch Delphi lässt sich von dort aus an einem Tagesausflug erreichen. Das eigentliche Highlight in Skafidia selbst, stelle ich euch jetzt vor.

Galinio Boutique Apartments – ideal für unseren Honeymoon in Griechenland

An unserem Jahrestag wollten wir nicht nur wieder am Meer, sondern auch ganz für uns sein – in einer Unterkunft mit wenigen Zimmern und viel Privatsphäre. Daher haben wir uns für das luxuriöse Aparthotel Galinio Boutique Apartments entschieden. Und ich kann mich hier nur wieder für Urlaub in der Nebensaison aussprechen, denn die angrenzenden Zimmer waren während unseres Aufenthalts kaum bewohnt. Wir hatten die kleine Anlage also quasi für uns allein.

Begeistert waren wir vom Interior unseres Zimmers ebenso wie von der Architektur des Hauses. Jedes Zimmer wurde mit Liebe zum Detail und sehr stilvoll eingerichtet und hat zudem eine Terrasse mit Zugang zum Pool. Unseres hatte sogar direkten Blick auf den Infinity-Pool und das Meer. Optisch verschmolz das Poolwasser mit der Ionischen See. In der Umgebung blickt man auf viel Grün, was eine sehr idyllische Atmosphäre erzeugt. Der perfekte Ort für Paare, die Natur und Ruhe schätzen. Auf dem Dach des Hauses befindet sich außerdem eine große Lounge-Terasse, von der aus wir jeden Abend unglaubliche Sonnenuntergänge angeschaut haben. So geht Honeymoon in Griechenland. 🙂

Infos zum Hotel

Galinio Boutique Apartments, Website: www.galinio.com, E-Mail: info@galinio.com, Tel.: +30 6980471900

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Delphi – antikes Heiligtum in malerischer Umgebung

Während unseres Aufenthaltes in Skafidia haben wir nicht nur flitternd am Pool oder am Meer gechillt. In Griechenland gibt es einfach so viele Sights zu entdecken. Eine davon ist die Ausgrabungsstätte Delphi, die in der Antike eine heilige und bedeutungsvolle Stadt war. Von uns aus war sie in drei Stunden zu erreichen. Einen Teil der Strecke fährt man direkt am Golf von Korinth entlang, die Landschaft dort ist einfach der Wahnsinn, sodass sich die Fahrt allein schon wieder lohnt.

Delphi selbst liegt auf einem Berg und besteht aus mehreren Ausgrabungsstätten, die man entlang eines Pfades nach oben entdecken kann. Am besten vermeidet man den Aufstieg in der Mittagshitze, es gibt zwar einige Schattenplätze auf dem Pfad, aber empfehlen würde ich es trotzdem nicht. Oder man nutzt einen bewölkten Tag für so einen Ausflug, wenn es organisatorisch möglich ist.

Auf dem Weg kommt man an Ruinen von Tempeln und Schatzhäusern sowie einem Theater vorbei. Am Ende gelangt man zum Stadion von Delphi. Spannend an diesen Ruinenstätten ist ihr unfassbares Alter und ihre mythenumwobene Geschichte. Um die 3000 Jahre existiert dieser Ort bereits und rund 2000 Jahre alt sind auch einige Überreste, die noch heute dort stehen. Nach der Tour lohnt sich noch ein Abstecher ins nahegelegene Museum. Dort bekommt man einen noch besseren Eindruck von der Lebensweise der alten Griechen. Den Tag ausklingen lässt man am besten in einer Taverne in der angrenzenden Stadt Delphi.

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Olympia – Wiege einer fortwährenden Tradition

Etwa 40 Autominuten von Skafidia entfernt liegt das antike Olympia. Vor nahezu 3000 Jahren war das die Geburtsstätte der Olympischen Spiele, deren Tradition im 19. Jahrhundert wiederbelebt wurde und bis heute gepflegt wird. Die heutigen Spiele haben allerdings nicht mehr viel mit den damaligen Wettkämpfen zu tun. Von Beginn an wurden sie jedoch in Olympiaden, also alle vier Jahre, ausgetragen.

Die Ruinenstätte Olympia umfasst unter anderem das alte Stadion, auf dem Touristen bis heute die ursprüngliche Distanz von 192,27 m laufen können. Das habe ich mir natürlich auch nicht nehmen lassen. Während der Olympischen Spiele 2004 fand dort außerdem das Kugelstoßen statt. Rund 45000 Zuschauer fanden in der Antike auf der Gras-Tribüne Platz. Beeindruckend, dass sportliche Wettkämpfe schon damals so viele Leute angezogen haben.

Auf dem Olympia-Gelände am Altar der Hera wird seit 1936 das olympische Feuer für den Fackellauf entzündet. In der Nähe des Altars befinden sich zudem Heras und Zeus’ Tempel. Auf dem restlichen Areal stehen Ruinen antiker Trainingsstätten für die Olympioniken, Unterkünfte für ehrwürdige Gäste der Spiele und weitere Bauten. Auch hier lohnt sich ein Blick in das Museum, wo viele gut erhaltene Statuen untergebracht sind, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden.

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Nafplio – das St. Tropez Griechenlands

Von Olympia aus fuhren wir noch zweieinhalb Stunden weiter bis Nafplio, die wohl hübscheste Hafenstadt in Griechenland. Sie liegt an der Ostküste des Peloponnes am Argolischen Golf und ist ein wahrer Touristenmagnet. Kein Wunder, denn Nafplio erinnert an die Hafenstädtchen der Côte d’Azur. Beim romantischen Flanieren an der von Palmen gesäumten Promenade kommt richtiges St. Tropez-Feeling auf. Vollends pittoresk wird Nafplio aber erst durch die kleinen schön hergerichteten Gässchen in der Altstadt, wo sich Tavernen, Restaurants, Bars und Boutiquen aneinander reihen und für ein lebendiges Flair sorgen.

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Zu den Sehenswürdigkeiten Nafplios gehören die gut erhaltenen Befestigungsanlagen der Stadt, wie die Palamidi-Festung, die auf einem Berg erbaut wurde und sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß erreichbar ist. Von dort aus hat man einen wundervollen Blick über die kleine Landzunge, auf der sich die Altstadt befindet. Eine weitere Befestigungsanlage und Wahrzeichen Nafplios ist die Inselburg Bourtzi, die ca. 400 vor dem Hafen liegt und ebenfalls für Besucher zugänglich ist.

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Für Paare ist Nafplio der perfekte Ort. Nach einem Bummel durch die Altstadt ließen wir es uns am kleinen Kiesstrand unterhalb der Palamidi-Festung gutgehen. Dort kann man im angrenzenden Beachclub bei cooler Musik auf Sonnenliegen chillen und den Nachmittag ausklingen lassen. Wir sind jedenfalls nun echte Fans dieser Stadt und kommen gerne wieder.

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Hotel Athena – kleiner Luxus im Herzen der Altstadt

Und wenn es soweit ist, wissen wir auch schon, wo wir übernachten werden. Unser Geheimtipp: das direkt am Syntagma-Platz liegende Hotel Athena. Zentraler geht es nicht. Hier ist man mitten im Geschehen und hat von manchen Zimmern aus einen fantastischen Blick auf die Palamidi-Festung, die nachts beleuchtet ist. Die Standard-Zimmer sind zwar kompakt, bestechen aber durch ihr stilvolles und luxuriöses Interior. Für Komfort-Liebhaber bietet das Hotel auch größere Deluxe-Zimmer oder eine Suite mit eigener Dachterasse, von der aus man eine tolle Sicht auf die alten Stadtmauern hat. In direkter Nachbarschaft liegt zudem eine historische Moschee.

Der Frühstücksbereich in der Lobby ist ebenso stilvoll und modern designed. Dort kommen Frühstück-Fans voll und ganz auf ihre Kosten. Neben einer Auswahl an köstlichen, hausgemachten Marmeladen gibt es unter anderem typisch griechische Speisen wie Tiropitakia (gefüllte Blätterteigtaschen), frisch gepressten Orangensaft und sehr guten Kaffee. Auch der Service war einfach überragend. Fazit: Das Design, die Lage, der Service und das Frühstück machen das Hotel Athena zum Place to be in Nafplio, das vor allem für Paare (im Honeymoon-Modus) geeignet ist.

Infos zum Hotel

Hotel Athena, Website: www.hotelathenanafplio.gr, E-Mail: info@hotelathenanafplio.gr, Tel.: +30 2752047200

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Athen – historisch erfüllte Hauptstadt, moderne Metropole, krisengeschüttelte Kommune

Unsere letzte Station während unseres Honeymoon in Griechenland war Athen. Ein Muss auf jeder Griechenland-Reise. Von Nafplio aus sind wir zwei Stunden gefahren und haben anschließend unseren Mietwagen abgegeben. Autofahren in Athen ist sinnlos und anstrengend. Es gibt günstige Wochentickets für die Metro und der Airport-Shuttle ist auch nicht teuer. Taxis sind ebenfalls bezahlbar. Wir haben aufgrund der hohen Unterkunftspreise in der Hauptstadt ein Airbnb-Apartment in zentraler Lage mit Metro-Anbindung gebucht. So konnten wir die Hälfte der gängigen Hotelpreise sparen und trotzdem komfortabel wohnen.

Athen – eine wunderbare Stadt, die so vielfältig und gegensätzlich ist und gerade dadurch so viel Authentizität ausstrahlt. Geschichtsträchtige Orte und unzählige Museen dokumentieren das Leben und den Verfall der Antike. Daneben zeigt sich eine moderne Großstadt, die aufstrebend und lebendig ist und dennoch viel Elend aushalten muss. Neben aufpolierten Gebäuden stehen heruntergekommene Bauten, um die sich niemand kümmert. Die Krise ist sichtbar, aber nicht omnipräsent. Wie in Thessaloniki machen erst die Ecken und Kanten den Charme von Athen aus und die Metropole erst richtig interessant.

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Psyri, Monastiraki, Plaka – Places to see

Wir sind meist zu Fuß ins beliebte Ausgeh-Viertel Psyri gelaufen, das nördlich des Monastiraki-Platzes liegt. Dieser Stadtteil hat ein ganz besonderes Flair und ist nicht ganz so touristisch wie die Altstadt (Plaka) am Fuße der Akropolis, wo vor allem Souvenir-Shops und teurere Restaurants zu finden sind. Dennoch ist die Plaka ein sehr hübscher Stadtteil, in dem man seine Akropolis-Tour entspannt ausklingen lassen kann. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall die Bar und Ouzo-Destillerie Brettos in der Plaka. Dort wird die schier unendlich große Vielfalt an bunten Ouzo-Flaschen durch eine großflächige Beleuchtung beeindruckend in Szene gesetzt.

Vom Monastiraki-Platz aus ist in östlicher Richtung auch die große Einkaufsstraße Ermou zu erreichen. Hier gibt es natürlich alle großen Shoppingketten und Cafés, die für eine Shoppingtour unverzichtbar sind. Am Ende der Straße gelangt man zum Syntagma-Platz, wo das griechische Parlament steht. Nördlich davon wird nicht nur die Architektur edler. Im Kolonaki-Viertel finden Luxus-Shopper entsprechende Brands und Shops. Geht man die Hauptstraße vom Parlament aus Richtung Norden, entdeckt man zudem prächtige Gebäude, in denen öffentliche Institutionen untergebracht sind. Für Athen sollte man sich in jedem Fall einige Tage Zeit nehmen, um alles entspannt zu entdecken. Für mich ist es jedenfalls eine der interessantesten Hauptstädte Europas.

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Akropolis – von der antiken Bergburg zum wichtigsten Wahrzeichen

Wer in Athen ist, darf die Akropolis natürlich nicht auslassen. Die historische Festung der Hauptstadt prägt nicht nur das Stadtbild und macht Athen auch deswegen optisch so besonders. Sie ist auch die wichtigste Sehenswürdigkeit für Touristen aus aller Welt. In der Nebensaison hielt sich der Andrang zum Glück in Grenzen und wir konnten uns entspannt auf die Spuren der alten Griechen begeben. Ich staune immer wieder, dass die Menschen damals in der Lage waren, solche Monumente zu bauen. Neben tollen Eindrücken und schönen Fotospots bekommt man von dort oben auch noch einen fantastischen Blick auf Athen geboten. Und mit ein bisschen Glück entdeckt man vielleicht auch eine Schildkröte auf dem Weg nach oben.

Alle Ausgrabungsstücke von der antiken Festung befinden sich im neuen Akropolis-Museum, das am Fuß des Hügels steht und erst vor neun Jahren gebaut wurde. Mir wurde der Besuch des Museums sehr empfohlen. Leider hatte es bereits geschlossen als wir es an unserem letzten Tag besuchen wollten. Checkt also unbedingt vorher die Öffnungszeiten, wenn ihr dort seid. Montags schließt das Museum schon sehr früh.

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Beach Time – die besten Strände von Hellas

Chalkidiki
Kassandra

Das flittern am Strand gehört zu einem Honeymoon in Griechenland natürlich dazu. Wir haben uns daher schon bei der Planung unserer Reise gezielt die Orte mit den schönsten Sandstränden auf dem Festland ausgesucht. Viele davon befinden sich auf Chalkidiki. Dazu gehören die Strände auf Kassandra an der West- und Ostküste. Wir haben den Privatstrand unseres Resorts genutzt, der zwar klein, aber sehr gepflegt und sauber war. Für uns eine bequeme Sache, da wir von unserem Zimmer aus nur einen Steinwurf entfernt waren.

Sithonia

Bei unserem Ausflug nach Sithonia sind wir im kleinen Dorf Kalamitsi gelandet. Die Bucht dort war kaum besucht und hatte türkisfarbenes Wasser. Direkt am Strand gibt es außerdem Tavernen, in denen man landestypisches Essen mit Blick aufs Meer genießen kann. Für Speis, Trank und Toiletten ist also gesorgt. So lässt es sich in jedem Fall sorglos entspannen. Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt einen Abstecher dorthin machen.

Peloponnes
Patronikoleika

Einen großen Sandstrand hatten wir auch in Patronikoleika, dem Nachbarort von Skafidia, wo unser Aparthotel lag. Dort war es dank Nebensaison ebenfalls menschenleer. Diese Beach ist perfekt für Sonnenuntergänge und romantische Spaziergänge. An der dort von einem Resort betriebenen Beach Bar haben wir am späten Nachmittag kühlen Frappé genossen und einfach die Seele baumeln lassen.

Loutra Killinis

Der Naturstrand in Loutra Killinis ist sehr groß und breit und war wirklich fast wie verlassen als wir dort waren. Am westlichen Ende steht zwar ein großer Ferienclub, dennoch gab es kaum andere Badegäste. Wir hatten den Strand also ganz für uns, was uns natürlich in den Kram passte. Ich liebe verlassene Strände, weil sie mir das Gefühl von Freiheit und Naturverbundenheit vermitteln. Ein wenig erinnerte mich der Strand an Es Trenc auf Mallorca – einfach paradiesisch.

Nafplio

Der Strand von Nafplio ist im Vergleich zu den anderen wirklich klein und leider auch nur mit Kies bedeckt. Aber dennoch gehört er für mich zu den coolsten Stränden, weil die Atmosphäre hier so hip und entspannt ist. Der höher gelegene Beachclub versorgt die Gäste mit Getränken und Musik, Sonnenliegen und Schirmen. Und die Altstadt ist gleich um die Ecke. Hier muss man keine Kompromisse machen. Stadtbummel, Besichtigungen historischer Stätten, Planschen am Strand, Sonnenuntergänge im Beachclub – ist alles in Nafplio zu haben. Deswegen gibt es auch hier ein Empfehlung von uns.

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Wo kann man in Griechenland gut Essen? Meine Empfehlungen

Es gibt nichts Schlimmeres als schlecht zu essen. Doch – im Urlaub schlecht zu essen. Wir sind auf Reisen schon einige Male auf die Nase gefallen und haben uns in Touristen-Abzock-Läden nicht nur den Appetit, sondern auch die Laune verderben lassen. Für einen Honeymoon in Griechenland ist das natürlich pures Gift. Daher überlasse ich mittlerweile nichts mehr dem Zufall. Ich liebe nämlich gutes Essen und möchte auch kulinarisch maximal von meiner Reise profitieren.

Mit folgenden Tipps kann man beim Thema Essen auf Nummer sicher gehen: Im Vorfeld schauen wir in Reiseführern und im Internet nach Empfehlungen, fragen häufig Einheimische, wo sie am liebsten essen gehen (bisher immer top Tipps bekommen) und wenn beides nicht infrage kommt, einfach in wenig belaufenen Gassen mit gut besuchten Restaurants Ausschau halten. Wenn die Restaurants nicht wegen ihres Durchgangsverkehrs Besucher anlocken, muss es einen anderen Grund geben, warum es voll ist. Ihr versteht, was ich meine. Finger weg lassen sollte man von Lokalen, die mit penetranten Methoden versuchen, an Gäste zu kommen. Meist steht ein junger Mann vor dem Laden und redet auf jeden ein, der vorbei kommt. Wir haben damit keine guten Erfahrungen gemacht.

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In diesen Restaurants werdet ihr jedenfalls nicht enttäuscht:

Thessaloniki

Die Ouzeri Aristotelous ist für Touristen ohne heißen Tipp eigentlich nicht zu finden. Zwar befindet sich das Restaurant am Hafen in der Nähe des Aristotelous-Platzes an der gleichnamigen Fußgängerzone, ist aber durch seine Lage in einem Hinterhof kaum zu entdecken. Hier wird eine große Auswahl an leckeren Mezedes (Vorspeisen) zu günstigen Preisen serviert. Das Schöne an diesen Vorspeisen ist, dass sich immer auch ausreichend Gerichte für Vegetarier finden. Wer die einfache und authentische Küche Griechenlands mag, wird hier satt und zufrieden rausgehen.

Nafplio

In Nafplio reiht sich ein Restaurant an das nächste. Und die meisten sind durch ihre günstige Lage auch immer voll, was in dem Fall kein guter Anhaltspunkt für gutes Essen ist. Doch durch einen Tipp von unserem Hotel haben wir von diesem tollen Lokal erfahren. Der urige Familienbetrieb Omorfo Tavernaki (übersetzt: schöne Taverne) ist nicht nur durch die schöne Blumendekoration außen hübsch anzusehen, sondern überzeugt auf voller Länge. Essen und Service waren einfach top. Der Inhaber kümmert sich liebevoll um seine Gäste und das Essen ist zwar typisch griechisch, aber raffiniert zubereitet und angerichtet. Die Frau des Inhabers zaubert zudem landestypische Desserts. Unsere absolute Empfehlung für diese Taverne.

Athen

Wie ich schon in meiner Beschreibung über Athen erwähnt hatte, ist die Plaka ziemlich touristisch und man muss aufpassen, dass man nicht in eine Touri-Falle tappt. Doch auch hier findet sich die eine oder andere Perle. Das Scholarhio Ouzeri Kouklis ist so eine. Das Lokal liegt am Ende einer Straße und ist relativ unscheinbar. Es war abends ziemlich voll und wir hatten Glück, einen Tisch zu bekommen. In diesem Restaurant gibt es Menüs mit einer variablen Anzahl von Mezedes (je nach Anzahl der Personen). Die Gäste wählen ihre Vorspeisen dann aus 15 Gerichten aus, die ihnen frisch präsentiert werden. Das ist zwar ein wenig ungewöhnlich, aber man sollte sich auf jeden Fall drauf einlassen. Das Essen ist nämlich sehr lecker. Wir hatten das Menü für zwei. Für 30 Euro gab es fünf Gerichte, Wasser, zwei Getränke und Dessert. Wenn das mal kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Simantro Beach Hotel, Galinio Boutique Apartments, Hotel Athena und Omorfo Tavernaki

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