Kennt ihr auch einen dieser verwunschenen Orte, die euch träumen lassen, euch regelrecht verzaubern? Dieser Ort ist Lappland für mich. Ein wahres Winter Wonderland wie es im Buche steht. Ich war Anfang dieses Jahres in Schwedisch-Lappland. Und weil ich immer noch ganz verzaubert bin, wollte ich diese Erfahrung gerne mit euch teilen und euch ein paar schöne Anregungen für einen perfekten Winterurlaub geben. By the way gibt es aus weihnachtlichem Anlass noch ein kleines Giveaway für euch zu gewinnen.

Ein Highlight der Reise, die ich meinem Schatz übrigens zu Weihnachten geschenkt hatte, war das Icehotel in dem kleinen Dorf Jukkasjärvi. Das besondere an dem Hotel – es ist ein überdimensionales Iglu, das jeden Winter neu aufgebaut wird. Entstanden ist die Idee für das Hotel im Winter 1989/90 als japanische Künstler dort ihre Eisskulpturen in einem Iglu ausstellten. Weil es an Unterkünften für Künstler und Besucher mangelte, übernachteten sie kurzerhand in der Ausstellungshalle. Im Jahr darauf war das Icehotel geboren und wird seitdem ständig erweitert. Bis heute gestalten internationale Künstler viele der Zimmer des Icehotels mit ihrer Eiskunst. Die Saison geht immer von Dezember bis April.

Reise nach Schwedisch-Lappland

Natürlich schläft man nicht den ganzen Aufenthalt über im Iglu, das wäre etwas anstrengend. Ich habe eine Nacht im kalten Zimmer und die restlichen Nächte in einem normalen Zimmer gebucht. Das war das erste Mal, dass ich in einer Umgebung bei minus acht Grad geschlafen habe. Da ich eine ziemliche Frostbeule bin, hatte ich schon Bammel davor.

 

Schlafen wie die Inuit

 

Doch es war überraschend angenehm. Mit unseren Profischlafsäcken, die das Hotel einem zur Verfügung stellt, und noch ein paar Lagen Kleidung waren wir gut eingepackt für die Nacht. Auch bei extrem niedrigen Außentemperaturen wird es in den Zimmern nie kälter als minus fünf bis minus acht Grad. Koffer und Wertsachen waren im Übrigen im Warmen eingeschlossen.

Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland

Morgens wurden wir dann mit einem heißen Preiselbeersaft geweckt. Danach ging es erstmal in die Sauna. Da die Zimmer nur abends und nachts belegt sind, kann man sich die Kunstwerke tagsüber ansehen. Jeder Raum ist wirklich überwältigend. Ich war aber auch ganz hin und weg von der Eingangshalle, die aussah wie das Schloss der Eiskönigin.

 

Drinks gibt’s nur in Eisgläsern

 

Es gibt auf dem Gelände außerdem eine Kapelle, in der man sogar heiraten kann. Der absolute Hammer ist auch die Icebar. Dort werden die garantiert kühlen Drinks in Gläsern aus Eis gereicht. Auch Tresen, Tische und Bänke sind dort aus Eis. Zum Glück stellt das Hotel jedem Gast einen Schneeanzug samt Stiefeln, Sturmmaske und Handschuhen zur Verfügung.

Reise nach Schwedisch-Lappland

Apropos Eis. Wir hatten an einem Tag minus 25 Grad. Da frieren einem sofort Wimpern und Nasenhaare ein, sobald man raus geht. Wir haben an jenem Tag eine Hundeschlitten-Tour durch die Nadelwälder von Lappland gemacht. Das war einer der schönsten Trips meines Lebens. Ich dachte erst, dass ich so einen Schlitten gar nicht bedienen könnte. Doch es war ganz einfach und hat einen riesigen Spaß gemacht.

Ihr glaubt gar nicht, wie wild die Hunde auf diesen unglaublichen Lauf sind. Fun Fact: angehalten wird nicht, selbst wenn es ein großes Geschäft zu verrichten gibt XD Außerdem wird der Durst gestillt, indem man einfach unterwegs ein bisschen Schnee von den Büschen leckt. Ich hatte so einen Spaß, den Hunden zuzuschauen.

Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland

Das sind wirklich sehr schöne und starke Tiere. Ich hatte zu Beginn, als sie richtig scharf auf Losfahren waren, wirklich Schwierigkeiten, sie auszubremsen. Einige Male dachte ich, dass wir unseren Guide überholen werden. Nach einer Stunde waren sie dann nicht mehr so schnell, aber immer noch ziemlich fit. Die können stundenlang am Stück laufen.

 

Exklusive Schlittenfahrt

 

Das schönste an der Tour war, dass nur mein Liebster und ich mit dem Guide unterwegs waren, weil wohl niemand sonst von den Hotelgästen die Tour gebucht hatte. Das hatte etwas Exklusives. An dem Tag schien auch noch die Sonne und tauchte den schneebedeckten Wald in ein goldenes Licht. Ich kam aus dem Staunen und Bewundern gar nicht mehr raus.

Reise nach Schwedisch-Lappland
Reise nach Schwedisch-Lappland

Nach diesem Erlebnis war ich schon ganz gespannt auf den nächsten Trip. Ich wollte natürlich das einzigartige Naturschauspiel, das sich winters am Himmel nördlich des Polarkreises darbietet, nicht verpassen. Also buchte ich eine Fahrt mit dem Schneemobil für eine Polarlichter-Tour. Wir fuhren raus in den Wald, um der Lichtverschmutzung der Dörfer zu entkommen. Denn Licht verhindert, dass die Nordlichter sichtbar werden.

Der Himmel war zunächst sternenklar. Wir hielten in der Nähe von kleinen Blockhütten, wo es etwas zu Essen gab. Und dann zog der Himmel urplötzlich zu. Doch hinter den Wolken zeigte sich ein schwacher, grün schimmernder Schweif. Er war nur sehr kurz zu sehen. Auf dem Foto sind die Farben witzigerweise besser zu sehen als mit dem bloßen Auge. Ich war trotzdem begeistert. Einziger Minuspunkt der Tour war, dass einfach zu viele Menschen dabei waren. Es war echt kein Spaß hinter 15 Schneemobilen hinterher zu fahren und deren ganzen Abgase einzuatmen. Außerdem produzierten wir extremen Lärm, der bestimmt nicht so toll für die armen Waldtiere ist.

Reise nach Schwedisch-Lappland

Aurora borealis

Die Aurora borealis, wie das Nordlicht in der Fachsprache heißt, entsteht übrigens durch sogenannte Sonnenwinde – geladene Teilchen, die auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in der Erdatmosphäre treffen. Sie lassen sie dann fluoreszieren, was die tanzenden Bewegungen des Polarlichts erzeugt. Je näher man dem Nordpol ist, desto wahrscheinlicher ist es zudem, Polarlichter zu sehen. Mit der App “Aurora Forecast” lässt sich die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter auch von unterwegs checken.

Und da wir nicht die Gelegenheit hatten, so schöne Polarlichter-Bilder zu machen wie der Fotograf Bernd Römmelt, dessen drei Bilder ihr hier sehen könnt, verlose ich heute sein Buch “Polarlichter – Sonnenzauber am Nachthimmel” vom Knesebeck-Verlag. Er hat 150 seiner schönsten Bilder aus fast 20 Jahren Jagd auf die tanzenden Lichter in dem Bildband veröffentlicht und gibt darin auch sein ganzes Wissen über das Naturspektakel sowie Tipps zum Fotografieren weiter.

Gewinnen könnt ihr, indem ihr mir in einem Kommentar unter den Post schreibt, warum ihr das Buch gewinnen wollt und mir auf Instagram folgt. Der Gewinner wird, da ja bald Weihnachten ist, an Heilig Abend ausgelost und bekannt gegeben. Freut euch also auf ein kleines Extra-Geschenk unter den Baum. Ich wünsche euch viel Glück!

Eines weiß ich auf jeden Fall jetzt schon. Es war definitiv nicht das letzte Mal, dass ich in Lappland war. Geografisch liegt Lappland übrigens nördlich des Polarkreises und verteilt sich auf den Norden Norwegens, Schwedens und Finnlands. Nachdem ich den schwedischen Teil dieser wunderbaren Landschaft nun kennen und lieben gelernt habe, will ich bei meinem nächsten Trip noch weiter in den Norden – und zwar nach Finnland. Dort werde ich hoffentlich noch schönere Polarlichter zu Gesicht bekommen.

Das Buch wurde mir vom Knesebeck-Verlag zur Verfügung gestellt.

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