Und hier kommt endlich wie versprochen mein Wohnzimmer-Update. Wie ich euch ja hier schon erzählt habe, gestalte ich mein kleines Wohnzimmer neu und wollte euch mal den Zwischenstand präsentieren. Ja, es dauert nun schon einige Monate, aber ich bin beim Einrichten bewusst langsam. Meine Erfahrung ist, dass sich eine Einrichtung nach und nach entwickeln muss, damit sie perfekt wird, damit sie voll und ganz zusammen passt und auch zu mir passt.

Deswegen kann man nicht einfach in den Laden gehen, den Wagen voll mit Möbeln und Deko-Gegenständen packen, sie ins Zimmer stellen und fertig. Das habe schon mal gemacht und bitter bereut. Denn die Folge war, dass ich mich einfach unwohl in meinen vier Wänden gefühlt habe. Ich habe dann meine Strategie geändert und liebe seitdem jeden Quadratmeter meiner Wohnung. In Wahrheit höre ich nie auf, sie immer und immer wieder zu verändern.

Aber wie geht man da am besten vor, damit das Ergebnis gut wird und man möglichst keine Fehlkäufe macht? Also ich denke, jeder hat da so seine eigene Herangehensweise. Die einen machen sich Moodboards, andere wiederum entscheiden beim Shoppen aus dem Bauch heraus. Ich gehöre sozusagen zu den Visionären, was nichts weiter heißt, als dass ich immer schon eine genaue Vorstellung von einem Zimmer habe, wie es sein soll.

Wohnzimmer-Update Interior
Wohnzimmer-Update Interior
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Meine Einrichtungs-Routine

Zunächst gehe ich in verschiedene Einrichtungshäuser, stöbere im Internet in einschlägigen Interior-Online-Shops und lasse alles auf mich wirken, um herauszufinden, was mir gefällt, was mein Herz sozusagen höher schlagen lässt. In dieser Phase wächst in meiner Vorstellung ein Bild von meinem Zimmer. Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto schärfer und präziser wird das Bild. Irgendwann ist dieses Bild dann komplett, sogar samt Details. Dann erst visualisiere ich das Zimmer mit dem Einrichtungsplaner von Ikea, super praktisch das Ding.

Natürlich können sich immer noch Kleinigkeiten während des Einrichtens ändern. Aber im Großen und Ganzen weiche ich nicht mehr ab von meiner Vision. Im nächsten Schritt geht es dann um die Suche der passenden Teile. Und genau deswegen dauert es manchmal etwas länger beim vollenden des Interieurs, wie ihr an meinem Wohnzimmer-Update sehen könnt. Denn momentan ist nur eine Seite des Zimmers eingerichtet. Das liegt daran, dass ich nicht sofort jenes Möbelstück oder eben die richtigen Dekoteile, die in meinem Kopf herumschwirren, finde.

Besonders wichtig ist beim Einrichten die Reihenfolge: immer vom Großen beginnen und sich zum Kleinen hinarbeiten. Ich warte mit den Deko-Gegenständen daher immer bis zum Schluss. Ansonsten läuft man Gefahr, dass sie einfach nicht zur Einrichtung passen. Ich definiere also immer erst die Grundfarben, die im Zimmer dominieren sollen. Das sind in meinem Wohnzimmer Weiß und Grau. Danach richte ich dann alles andere aus.

Wohnzimmer-Update Interior
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Große Elemente zuerst

Ich habe überdies außer der Farben auch die Stilrichtung schon definiert. Die Einrichtung soll an skandinavisches Design erinnern. Deswegen möchte ich eine Tapete mit weißer Holzlattenoptik anbringen. Momentan habe ich noch Raufaser (ich hasse Raufaser) mit einem Leinenvorhang als Übergangslösung. Finde einfach nicht die richtige Tapete. Auch von der habe ich nämlich eine exakte Vorstellung. Es ist manchmal auch ein Fluch…

Als nächstes sollte immer das Sofa folgen, weil es das größte und auffälligste Element im Wohnzimmer ist. Ich habe mir ein graues, designmäßig einfaches Sofa gekauft. Darauf habe ich viele Kissen drappiert – für die Winterversion mit vielen Fellbezügen. Damit es schön warm und gemütlich aussieht. Und ein bisschen goldener Glamour durfte während der Feiertage auch nicht fehlen.

Wohnzimmer-Update Interior
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Der Stilmix macht’s

Ein schlichter Couchtisch aus Kork mit Metallbeinen greift das Thema Scandi-Chic wieder auf. Wichtig ist, dass man immer schlichte und cleane Teile mit weichen und warmen Stilelementen mischt, damit es auf der einen Seite nicht zu kalt und eintönig, und auf der anderen Seite auch nicht zu überladen wirkt. Erst der richtige Stilmix macht die Einrichtung interessant. Ein Interieur komplett im Barock-Stil finde ich genauso langweilig wie ein Zimmer in industriellem Design ohne jegliche Stilbrüche. Das wäre mir außerdem viel zu kalt.

Wie ihr seht, habe ich das eine oder andere Dekoteil in meinem Zimmer stehen – obwohl ich ja sagte, Deko erst zum Schluss. Aber wenn ich mir bei manchen Dingen schon sicher bin, dass sie passen werden, kaufe ich sie trotzdem, weil sie sonst irgendwann nicht mehr zu haben sind. Und dann danach zu suchen, wäre ja auch irgendwie blöd. Aber grundsätzlich folge ich dieser Strategie, sonst hätte ich schon einen ganzen Keller voll mit Deko.

Ich hoffe, dass euch mein Wohnzimmer-Update gefällt und ihr etwas von meinen Tipps für euch mitnehmen konntet. Habt ihr eine bestimmte Routine beim Einrichten? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren.

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